Stärkung der Partnerschaft mit Indien

Zielorientierte Zusammenarbeit ist Baustein für den Erfolg

Ob politische Gespräche in Delhi, Dialog mit Kunal Kumar, dem Leiter der „Smart City Initiative“ der indischen Regierung, der schon lange beste Kontakte zu Karlsruhe unterhält, Vertiefung der Kontakte mit der „Mahratta Chamber of Commerce, Industries and Agriculture“ (MCCIA), Austausch mit der „Chamber of Commerce and Industry“ (IMC) in Mumbai, Kooperation mit Nagpur oder kultureller Austausch mit Partnern: Karlsruhe hat seine Beziehungen zu Indien weiter gestärkt.

Austausch unter den Augen von Mahatma Gandhi bei der „Chamber of Commerce and Industry“ (IMC) in Mumbai Foto: www.jowapress.de
Austausch unter den Augen von Mahatma Gandhi bei der „Chamber of Commerce and
Industry“ (IMC) in Mumbai  Foto: www.jowapress.de

Eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten, Kooperationen und Projekten hat sich seit den ersten losen Kontakten 2004 zwischen Karlsruhe und Indien ergeben. Waren es zu Beginn eher touristische Ansätze, die im Vordergrund standen, kamen in den Folgejahren weitere Themenbereiche hinzu, ob aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur.

Traditionelle indische Kerzenzeremonie im „Poona Club“ mit (v.l.) Staatsministerin Theresa Schopper, Prof. Dr. Praveen Dattatraya Bhole, Centre for Performing Arts at Savitribai Phule University Pune, Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, und Peter Spuhler, Generalintendant Badisches Staatstheater Karlsruhe  Foto: www.jowapress.de
Traditionelle indische Kerzenzeremonie im „Poona Club“ mit (v.l.) Staatsministerin Theresa
Schopper, Prof. Dr. Praveen Dattatraya Bhole, Centre for Performing Arts at Savitribai Phule
University Pune, Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und
Ländlichen Raum, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Petra Olschowski, Staatssekretärin
im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, und Peter Spuhler,
Generalintendant Badisches Staatstheater Karlsruhe  Foto: www.jowapress.de

Verknüpft und verzahnt sind die mannigfachen Aktivitäten durch gelebte partnerschaftliche Kooperationen. Denn mit Maharashtra gibt’s auch seit fünf Jahren eine Landespartnerschaft mit Baden-Württemberg, bei der die Kooperation zwischen Karlsruhe und Pune einer der Vorreiter war, wie Staatsministerin Theresa Schopper betonte, ein „strategischer Schwerpunkt in den internationalen Aktivitäten.“ Das passt zur fortschreitenden Internationalisierung der Stadt Karlsruhe, ein nachhaltig angelegter Prozess, der darauf zielt, Investitionsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen in Karlsruhe aufzuzeigen, und zum anderen auch Kooperationsmöglichkeiten für Karlsruher Firmen mit internationalen Partnern zu schaffen.

Fixieren die Vereinbarung, unter anderem (von links): Prashant Girbane, Director General der „Mahratta Chamber of Commerce, Industry and Agriculture“ (MCCIA), Prof. Dr. Karsten Wendland, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT, Ajay Mehta von der „MCCIA“, Philipp Engelkamp, Managing Director von „Ineratec“, Staatsministerin Theresa Schopper und Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Foto: Pflieger
Fixieren die Vereinbarung, unter anderem (von links): Prashant Girbane, Director General
der „Mahratta Chamber of Commerce, Industry and Agriculture“ (MCCIA), Prof. Dr. Karsten
Wendland, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT, Ajay Mehta
von der „MCCIA“, Philipp Engelkamp, Managing Director von „Ineratec“, Staatsministerin
Theresa Schopper und Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup  Foto: Pflieger

Erfolgreiches Beispiel dieser deutsch-indischen Zusammenarbeit war in Pune unter anderem die Vernetzung des Karlsruher Start-ups „Ineratec“, Preisträger des „Deutschen Gründerpreises 2018“, mit einem indischen Partner. „Eine sehr gute Nachricht in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Karlsruhe, Land Baden-Württemberg und dem KIT“, so die Verantwortlichen der Wirtschaftsförderung Karlsruhe – übrigens im Bereich „Smart Production/Engineering“. Karlsruhe als Gründerstadt setzt so in der Länderpartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Maharashtra ein sichtbares Zeichen. „Wir können die Stärken unseres Bundeslandes glaubhaft und engagiert vertreten, weil uns als Stadt selbst genau diese Stärken auszeichnen“, betonte Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe informieren sich bei „Nirmitee Robotics“ in Nagpur Foto: Pflieger
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Michael Kaiser, Direktor der
Wirtschaftsförderung Karlsruhe informieren sich bei „Nirmitee Robotics“ in Nagpur  Foto: Pflieger

Durch diese Zusammenarbeit von Experten, Städten und Regionen kann ein bedeutender Beitrag zur Zukunftsfähigkeit bei Innovationsthemen geleistet werden. „Denn es geht auch um Wachstum und Wohlstand von Karlsruhe und der TechnologieRegion im globalen Wettbewerb", so Ralf Eichhorn von der Karlsruher Wirtschaftsförderung – und Koordinator des „India Board Karlsruhe“, einem erfolgreichen Netzwerk der Akteure aus der Region mit Indien-Bezug. „Wir sind dabei auf einem guten Weg“, so Prashant Girbane, Director General der „Mahratta Chamber of Commerce, Industry and Agriculture“ (MCCIA), der regionalen Handelskammer in Pune: „Durch die politische Unterstützung wird auch die Wertigkeit der Partnerschaft erkennbar.“ Längst geht die Kooperation zwischen dem deutschen Karlsruhe und dem indischen Pune über Wirtschaftsthemen hinaus. Es mache Sinn, „Wirtschaft und Kultur für ein zukunftsorientiertes Miteinander und eine für Deutschland und Indien strategisch wichtige Zusammenarbeit zu verbinden“, unterstrich der deutsche Generalkonsul in Mumbai, Dr. Jürgen Morhard. Genau an dieser Stelle setzen dabei auch die erfolgreichen „India Summer Days“ an, die eine Brücke zwischen den Ländern schlagen, zwischen Karlsruhe und Indien.

Smart City Nagpur: „Bounce“ arbeitet mit der „Maharashtra Metro Rail“ in Nagpur zusammen – für ein mobiles Sharing-Angebot, unter anderem (v.l.) mit Ashish Pandit, „Let’s Bridge IT“, Vertreter des Landes Baden-Württemberg in Maharashtra, Ralf Eichhorn von der Karlsruher Wirtschaftsförderung, Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts Karlsruhe, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Prof. Dr. Jan Balthasar Riel, Leiter des Instituts für Verkehr und Infrastruktur der Hochschule Karlsruhe für Technologie und Wirtschaft Foto: Pflieger
Smart City Nagpur: „Bounce“ arbeitet mit der „Maharashtra Metro Rail“ in Nagpur zusammen
– für ein mobiles Sharing-Angebot. Informationsaustausch unter anderem (v.l.) mit Ashish
Pandit, „Let’s Bridge IT“, Vertreter des Landes Baden-Württemberg in Maharashtra,
Ralf Eichhorn von der Karlsruher Wirtschaftsförderung, Michael Kaiser, Direktor der
Wirtschaftsförderung Karlsruhe, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des
Stadtplanungsamts Karlsruhe, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Prof. Dr. Jan
Balthasar Riel, Leiter des Instituts für Verkehr und Infrastruktur der Hochschule
Karlsruhe für Technologie und Wirtschaft  Foto: Pflieger

Ob „Industry 4.0 Summit”, Ansiedelungs-Workshop „Market entry to Karlsruhe/Baden-Baden“, Treffen mit Unternehmen aus Aurangabad, Aufbau eines „German Desk“ bei der „Chamber of Commerce and Industry“ (IMC) in Mumbai, City-to-City-Projekt Mobilität in Nagpur mit Bürgermeister Sandip Joshi, Unternehmensbesuche oder Austausch mit Kulturvertretern: Vielfältig waren die Aktivitäten der Delegation.

Austausch bei der „Chamber of Commerce and Industry“ (IMC) in Mumbai, unter anderem (v.l.): Murad Futehally, „IMC“, Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, und „IMC“-Präsident Ashish Vaid Foto: www.jowapress.de
Austausch bei der „Chamber of Commerce and Industry“ (IMC) in Mumbai,
unter anderem (v.l.): Murad Futehally, „IMC“, Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung
Karlsruhe, und „IMC“-Präsident Ashish Vaid  Foto: www.jowapress.de

Hand in Hand mit der Landesregierung vertiefte Karlsruhe bei dieser Delegationsreise die Kontakte und Projekte in den Themenfeldern Wirtschaft, Kultur, Bildung und Gesellschaft. Dabei standen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Wissenschaftskooperationen, der Austausch in der Kultur und den Künsten, erneuerbare Energien, Smart Cities oder Umwelttechnologien im Fokus, wie Dr. Mentrup und Michael Kaiser, Direktor der Karlsruher Wirtschaftsförderung, betonten. Die Kooperationen und Resultate mit Pune sind aber auch Ergebnis einer übergreifenden zielorientierten Zusammenarbeit in Karlsruhe – ob Tourismus, Verwaltung, Event oder Wirtschaftsförderung: Bausteine für den heutigen Erfolg. (jow)

Volles Haus bei der Veranstaltung „Industry 4.0 Summit” bei der „Mahratta Chamber of Commerce, Industry and Agriculture“ (MCCIA), der regionalen Handelskammer in Pune Foto: Pflieger
Volles Haus bei der Veranstaltung „Industry 4.0 Summit” bei der „Mahratta Chamber of Commerce,
Industry and Agriculture“ (MCCIA), der regionalen Handelskammer in Pune  Foto: Pflieger

 

 

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Anlaufstelle in Pune

 

Die Kooperation zwischen Karlsruhe und dem indischen Pune ist einen Schritt weiter: Im Januar 2014 wurde im "MCCIA Trade Tower", 403, Senapati Bapat Road, eine direkte Karlsruher Anlaufstelle mit den Repräsentantinnen Iris Becker und Winnie Kulkarni von "Let's Bridge IT" in Pune eröffnet.

Durch Erfolg und Ausbau der vielfältigen Aktivitäten - ob Infos rund um den Standort Karlsruhe, aktiv Kontakte zu indischen Firmen halten oder deutsche Firmen aus der TRK in und um Pune bekannter machen - erfolgte im März 2018 ein Umzug in neue Räumlichkeiten, auch durch die Erweiterung um die Repräsentanz des Landes Baden-Württembergs in Maharashtra sowie das Marketingbüro der „Hochschul Föderation Südwest“. 

 

Karlsruhe Cooperation & Marketing Office
Let's bridge IT, Ms. Iris Becker
9th Floor, Sunit Capital, Senapati Bapat Road, Pune 411016
Tel: +91 75 0782 7033